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Funktion und Feng-Shui

Ansicht von der Straßenseite aus. Foto: RMB/Heinz Margielsky
ASB hat im Auftrag der Stadt Eltville eine fünfgruppige Kindertagesstätte nach neuesten funktionalen und pädagogischen Gesichtspunkten gebaut und nun feierlich eingeweiht. Großes Lob von der Politik für die Arbeit des ASB!

Wiesbadener Kurier von Ingeborg Toth

ERÖFFNUNG: Neue ASB-Kita in Eltville hat eine Solaranlage auf dem Dach

Nach zwölf Monaten Bauzeit wurde die neue Kindertagesstätte in der Wilhelm-Kreis-Straße am Samstag offiziell eingeweiht. Für 2,3 Millionen Euro ist eine Kita entstanden, die 1.400 Quadratmeter Nutzfläche hat und für fünf Gruppen eingerichtet ist. „Sie kann sich sehen lassen“, so Arno Brandscheid, Geschäftsführer des ASB Wiesbaden-Rheingau-Taunus, der Träger der Einrichtung ist. Gebaut wurde im Auftrag der Stadt Eltville. Energiesparend, mit einer Solaranlage auf dem Dach. Brandscheid: „Es wird ein besonderes pädagogisches Konzept gefahren, das funktionale Raumgliederung verlangt.“ Hundert Kinder können aufgenommen werden, darunter Krippenkinder ab sechs Monaten in einem separaten Bereich. Wie berichtet, besteht aber trotz des Kita-Neubaus immer noch ein Engpass bei der Kinderbetreuung.

Bürgermeister Patrick Kunkel ist als „Geldgeber“ von Anfang an in die Planung eingebunden worden. Trotzdem war er am Ende überrascht, wie schön das Gebäude geworden ist, das im Inneren nach Feng-Shui-Regeln gestaltet worden ist. Kunkel findet es gut, dass die Eltern jetzt unter insgesamt neun Kitas wählen können, die unterschiedliche Träger haben und unterschiedliche Konzepte anbieten. Von dem neuen Kindergarten ist er restlos begeistert: „Eine tolle Anlage mit 3000 Quadratmetern Außenfläche, die noch erweitert werden kann.“ Eine der Besonderheiten ist der „Wassererlebnis-Bereich“, wie die Architektin Regina Mayerhoffer die Duschen für die Dreikäsehochs nennt. Sie haben auch einen Außenbereich, in dem man nach Belieben im Matsch spielen darf: „Hinterher geht es unter die Dusche.“ Kleider bleiben während des Schlamm-Spaßes am Haken hängen.

Die Architektin war mit den Kita-Kindern viermal auf der Baustelle, damit die „ihr“ Haus wachsen sehen konnten. „Wir haben den Kran, der eigentlich abgebaut werden sollte, speziell für die Kinder einen Tag länger stehen lassen.“ Während man beim Farbkonzept für die Fassade sogar zu Grün und Lila griff, wurde das Innere in naturnahen Tönen gestaltet. „Es gibt viele Einrichtungen, die bemalen ihre Scheiben bunt, überfrachten die Räume mit Dekoration. Davon haben wir bewusst Abstand genommen. Die Kinder schaffen es schon selbst Leben in die Einrichtung zu bringen“, sagt die Architektin. Es gibt verschiedene Ebenen im Haus, mit jeweils anderen Bodenbelägen von Parkett bis Teppichboden: „Das vermittelt verschiedene haptische Erlebnisse.“

Für die Jungen und Mädchen kam ein Zauberer, der sich aus seinem Publikum immer wieder kleine Assistenten holte, was die Kinder besonders begeisterte.

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